Plötzlich waren alle überrascht: In den gesellschaftsrelevanten Berufen arbeiten vor allem Frauen, die dafür viel zu wenig Geld bekommen? Und es sind vor allem Frauen, die nun plötzlich wieder daheim am Herd stehen und ihren Job verlieren? Unerhört! Doch was Corona besonders unübersehbar gemacht und verschärft hat, ist alles andere als neu: Putzen, Kinder großziehen, Verwandte pflegen – Frauen leisten den Löwenanteil der unbezahlten Sorgearbeit. Und dort, wo die Arbeit bezahlt wird, sind die Arbeitsbedingungen skandalös. Wie kann das sein? Was bedeutet es im Kapitalismus, Frau zu sein? Damit wollen wir uns in diesem Workshop beschäftigen – und auch mit der Frage, wie wir diese Verhältnisse überwinden. Denn auch, wenn die Ungleichheit himmelschreiend ist: Wir sind nicht allein, und wir können anknüpfen an eine lange Geschichte von kämpferischen Bewegungen. Smash the patriarchy!