“Unser Wirtschaftssystem ist nicht kaputt – es funktioniert exakt so, wie es gedacht ist. Es kann nicht länger repariert werden: Wir brauchen schlicht ein neues System.” – Diese deutlichen Worte sind Teil eines aktuellen offenen Briefes der internationalen Fridays-For-Future-Bewegung, der von zahlreichen Prominenten und Wissenschaftler*innen unterstützt wird. Sie bringen es auf den Punkt: Mit dem Kapitalismus ist kein gutes Klima zu machen. Dass die Prinzipien von unendlichem Wachstum und maximalem Profit nicht mit dem Schutz unserer Lebensgrundlagen zusammengehen, zeigt sich an den ökologischen Krisen immer unübersehbarer.

Warum zerstörte Lebensgrundlagen eine zwangsläufige Folge unserer Wirtschaftsweise sind und warum das eben nicht alle gleich trifft, wollen wir in dieser Session genauso diskutieren wie die Frage, welche Konsequenzen wir daraus ziehen: Wie lässt sich der vermeintliche Widerspruch “Umwelt oder Arbeitsplätze” auflösen? Wo können wir ansetzen, damit unser Wohlstand künftig nicht mehr auf Kosten unserer Umwelt entsteht und welche Entwicklungen gibt es schon? Welche konkreten Kämpfe gilt es jetzt zu führen?