Als die Grünen vor einiger Zeit das Konzept eines »Green New Deal« für die neue Einheit von Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik vorstellten nach dem weltweiten Crash des Neoliberalismus im Zuge der Finanzkrise, war ihnen Spott nicht nur aus der marxistischen Ecke gewiss. Eine Neuauflage des Modells nach der einen und vor der anderen Krise. Statt sich an den ständig wechselnden Detailfragen abzumühen, versucht der Vortrag aber eher substanziellen Mehrwert zu schaffen und sich die Frage zu stellen, ob wir nicht längst im Post-Neoliberalismus leben und warum das Kapital den Fragen von Diversity, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zunehmen affirmativ gegenüber steht – und die Antwort keinesfalls Greenwashing lautet.

Philipp Eichhorn ist Soziologe, der derzeit aber fachfremd in Wien arbeitet und widmet sich seit Jahren Fragen der Bewusstseinsbildung und -geschiche, des deutschen Imperialismus und marxistischer Umweltschutzkritik.

Wann?

Samstag, 11. August, 14:30 – 18:00 Uhr

Wo?

Seminarräume 1 – 4