Nachdem der Klassenbegriff lange Zeit aus den Debatten so gut wie verschwunden war, erlebte er in den letzten Jahren ein gewisses Revival. Im Zuge des Aufstiegs rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen in vielen Ländern wurde die Frage laut, ob es nicht die vergessene „weiße ArbeiterInnenklasse“ sei, die sich hier versucht Gehör zu verschaffen. Seitdem werden immer wieder Debatten über Klassenpolitik und ihr Verhältnis zu Identitätspolitik geführt. Doch was ist eigentlich „Klasse“? Wie hängt Klasse mit Identität zusammen? Lassen sich aus Klassenpositionen politische Interessen oder gar Überzeugungen ableiten? Und wie verhalten sich Unterdrückungsmuster anhand von Geschlecht und Ethnizität dazu? Mögliche Antworten auf diese Fragen sollen im Workshop gemeinsam erarbeitet werden.

 

Lukas Egger hat in Wien Politikwissenschaft studiert, wo er derzeit zum Thema „Rassismus aus der Perspektive materialistischer Staatstheorie“ promoviert.